Weisheiten

Miteinander reden und lachen • Sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen •

Zusammen schöne Bücher lesen • Sich necken, dabei aber auch einander sich Achtung erweisen •

Mitunter sich auch streiten ohne Hass so wie man es wohl einmal mit sich selbst tut •

Manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen und dabei die Eintracht würzen •

Einander belehren und voneinander lernen.

Die Abwesenden schmerzlich vermissen • Die Ankommenden freudig begrüßen

Lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe die aus dem Herzen kommen •

Sich äußern in Miene Wort und tausend freundlichen Gesten

und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen

so dass aus den Vielen eine Einheit wird.

Bekenntnisse des Augustinus

                  

Das Leben, das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.

Da war die Kümmernis, da war der Gram, da war das Elend und die Leidensbürde,

da war das Laster, das mich packen sollte, da war der Irrtum, der gefangen nahm,

da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte, da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage, die voller Licht und schöner Träume sind,

wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage und überall der Quell der Gaben rinnt,

wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden, die Seligkeit des Losgelösten schenkt,

wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden, als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,  mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel,

mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute, mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.

Und als ich so mein künftig Leben schaute, da hört ein Wesen ich die Frage tun,

ob ich dies zu leben mir getraute, denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme.

 Dies ist das Leben, das ich leben will, gab ich zur Antwort mit entschloss'ner Stimme

und nahm auf mich mein neues Schicksal still. So ward ich geboren in diese Welt,

so war's als ich ins neue Leben trat. Ich klage nicht, wenns oft mir nicht gefällt,

denn ungeboren hab ich es bejaht.

Hermann Hesse

Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesunden wollen!

Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen der Mitmenschen begegnet,

ist er auf der Flucht.

Solange er nicht zuläßss, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben,

gibt es keine Geborgenheit.

Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden,

kann er weder sich selbst noch andere erkennen - er wird allein sein.

Hildegard von Bingen               

            

Die innere Stille ist wie die funkelnde Perle des Ozeans  

Ingeborg Hanna Petersen

                                                                                              

          Desiderata

                Die Lebensregel von Baltimore

Geh Deinen Weg gelassen im Lärm und in der Hektiv dieser Zeit und behalte im Sinn den Frieden, der in der Stille wohnt.

Bemühe Dich, mit allen Menschen auszukommen, soweit es Dir möglich ist, ohne Dich selbst aufzugeben.

Sprich das, was Du als wahr erkannt hast, gelassen und klar aus und höre anderen Menschen zu,

auch den Langweiligen und Unwissenden, denn auch sie haben etwas zu sagen.

Meide aufdringliche und aggressive Menschen, denn sie sind ein Ärgernis für den Geist.

Vergleiche Dich nicht mit Anderen, damit Du nicht eitel oder bitter wirst.

Denn es wird immer Menschen geben, die größer sind als Du, und Menschen, die geringer sind.

Erfreue Dich an dem, was Du schon erreicht hast, wie auch an Deinen Plänen.

Bleibe an Deinem beruflichen Fortkommen interessiert, wie bescheiden es auch sein mag;

es ist ein echter Besitz in den Wechselfällen der Zeit.

Sei vorsichtig in geschäftlichen Angelegenheiten, denn die Welt ist voller Trug.

Lass Dich jedoch dadurch nicht blind machen für die Tugend, die Dir begegnet.

Viele Menschen haben hohe Ideale. Und wo Du auch hinsiehst, ereignet sich im Leben Heldenhaftes.

Sei Du selbst, und, was ganz wichtig ist:

Täusche keine Zuneigung vor. Hüte Dich davor, der Liebe zynisch zu begegnen,

denn trotz aller Dürreperioden und Enttäuschungen ist sie beständig wie das Gras.

Nimm den Rat, den Dir die Lebensjahre geben, freundlich an und lass mit Würde ab von dem,

was zur Jugendzeit gehört.

Stärke die Kraft Deines Geistes, so dass sie Dich schützt,  wenn ein Schicksalsschlag Dich trifft.

Doch halte Deine Phantasie im Zaum, damit sie Dich nicht in Sorge versetzt.

Viele Ängste wurzeln in Erschöpfung und Einsamkeit. Übe gesunde Selbstdisziplin,

doch vor allem, sei gut zu Dir.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne:

Du hast ein Recht, da zu sein.

Und ob es Dir bewusst ist oder nicht:

Ganz sicher entfaltet sich das Universum so, wie es ihm bestimmt ist.

Lebe daher in Frieden mit Gott, wie auch immer Du ihn Dir vorstellst.

Und worauf Du Deine Anstrengungen auch richtest, was es auch ist, das Du erstrebst,

im lärmenden Durcheinander des Lebens sei mit Dir selbst im Reinen.

Trotz allen Trugs, aller Mühsal und aller zerbrochenen Träume ist die Welt doch wunderschön.

Sei heiter. Strebe danach, glücklich zu sein.

         

Der Herr segne Dich!

Er erfülle Deine Füße mit Tanz und deine Arme mit Kraft.
Er erfülle Dein Herz mit Zärtlichkeit und deine Augen mit Lachen.
Er erfülle Deine Ohren mit Musik und deine Nase mit Wohlgerüchen.
Er erfülle Deinen Mund mit Jubel und dein Herz mit Freude.
Er schenke Dir immer wieder neu die Gnade der Wüste:
Stilles, frisches Wasser und neue Hoffnung.
Er gebe uns allen immer neu die Kraft,
der Hoffnung ein Gesicht zu geben.

Es segne Dich der Herr!
(aus Afrika) 
             

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch, da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz und mittendrin der freche Hans.

Sie machen die Augen zu, ganz zu, und obendrüber da schneit es, huuuh!

Sie rucken zusammen dicht an dicht. so warm wie der Hans hat's niemand nicht.

Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch -

und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Christian Morgenstern

Eine liebevolle Atmosphäre in Deinem Heim ist das Fundament für Dein Leben.

 Dalai Lama

 

 Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

 Unbekannt